Polizeiprosa für Zwischendurch (Teil 4)

Der Media Consultant der Leipziger Polizei K. Schwitters berichtet aktuell über einen besonders dreisten Fall von Verkehrsrowdytum. Ich habe die Redundanzen mal entfernt:

…di di di dah dah di di did … Blitzer funkt weiter

Ort: 04159 Leipzig, Travniker Straße
Zeit: 18.10.2011, 22:24 Uhr

[…] die Blitzanlage lag „halb tot“ im Grasboden, abgelegt, schräg, das suchende Radarauge traurig gen Himmel gerichtet. […] Es wurde festgestellt, dass das Hauptdatenkabel des Blitzers, die Aorta sozusagen, unverletzt blieb. Das heißt, der Blitzer hat diesen Angriff überlebt und funkt weiter!!! Die Verankerungsteile wurden geborgen und zur Wiederbelebung des Blitzers dem Stadtordnungsdienst übergeben. […] Sowohl das Motiv der Tat, als auch die Täter sind unbekannt. Sollten es jedoch Verkehrssünder gewesen sein, die ihren Geschwindigkeitsverstoß vertuschen wollten, dann haben sie die Rechnung ohne die Widerstandskraft von „Blitzer 1“ gemacht. Die Fotos werden ausgewertet und den jeweiligen Rasern mit dem entsprechenden Verwarn-/ Bußgeld zugeschickt. …di dah did did

Was der Bericht unerwähnt lässt: Der Blitzer trug keine Betäubungsmittel bei sich!

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4 Antworten auf „Polizeiprosa für Zwischendurch (Teil 4)“


  1. 1 Hansi 20. Oktober 2011 um 16:08 Uhr

    Natürlich nicht, besaß er doch weder einen Penis als Versteckmöglichkeit, noch Daumen zum Abriss des dafür benötigten Tesa-Bandes.

  2. 2 prochaine arrêt 21. Oktober 2011 um 7:53 Uhr

    ich mein ja nur… only bad news is good news. da scheint die leipziger polizei endlich mal an einen tatort ohne „betäubungsmittel“, „bislang nicht identifizierte pulvrige substanzen“, „szenetypische papiertütchen“, „sog. long-papers“, „polizeibekannte gesichter“ etc. etc. gerufen worden zu sein, und dann wird das noch nicht einmal im polizeibericht erwähnt.

    obwohl ich da gerade wieder etwas unsicher werde. immerhin schreibt er: „die Blitzanlage lag ‚halb tot‘ im Grasboden“. vielleicht war „Blitzer 1″ also doch nur total breit, musste sich hinlegen und fing an wirres zeug zu labern („di di dada …“)… soll hier vielleicht was vertuscht werden?

  3. 3 il cavaliere 21. Oktober 2011 um 8:22 Uhr

    Die beiden letzten Meldungen gehen übrigens auf das Konto des neuen Schreiberlings, der sich hinter dem Kürzel MW verbirgt. Dieser hat letztens auch verbrochen:

    Buntmetalldiebe beim Abtransport ertappt
    […] Beide Täter wurden durch die Einsatzkräfte zum Sachverhalt befragt. Dabei ging den Zweien so sehr der Frack, dass sie „sangen“, wie die Chorknaben und einen weiteren Diebstahl von Buntmetall freiwillig zugaben.[…]

  4. 4 prochaine arrêt 21. Oktober 2011 um 9:41 Uhr

    mannmannmann. bei solchen sätzen könnte man glauben, dass „mw“ nebenbei noch die dialoge für den kölner tatort schreibt.

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