Archiv für Februar 2012

Leipzig ist ´ne Wasserstadt, die kaum noch etwas flü$$ig hat!

Leipzig 2012. Die Stadt – überfüllt! Die Menschen – einsam! Die Kultur – am Boden!
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser wird knapp +++ Frauen sind nur noch Gebärmaschinen +++ Heerscharen zivilisationsmüder Schaulustiger beglotzen die Einheimischen wie in einem Zoo.

Da geht nichts mehr […]“ so Ruth Schmidt, Amtsleiterin für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig, zu den apokalyptischen Zuständen.

Oder wie es besorgte Bürger mit bei der LVZ ausdrücken:

Bei mir vorm Haus türmt sich nur der Hundekot. Das ist so abartig.

Dementsprechend ernst und angespannt war auch die Stimmung bei der Jahrestagung des Instituts für subterrane Gelotologie vom letzten Sonntag, die unter dem Thema „Leipzig ist ´ne Wasserstadt, die kaum noch etwas flü$$ig hat!“ stand. Diskutiert wurden verschiedene Lösungswege aus der Leipziger Krise (Abwarten, Abriegeln, Abhauen, Abkratzen). Grundsätzlich einig war man sich jedoch, dass es „kurz vor Zwölf“ und nun endgültig „Schluss mit lustig“ sei. „Jetzt schlägt’s dreizehn!“ warnte Tagungsvorsitzender Dr. Dr. Th. v. u. z. Gttnbg. in seinem Einführungsvortrag. Auch andere schwergewichtige Experten und Wissenschaftler stimmten dieser düsteren Einschätzung zu. Bei soviel geballter Schwarzmalerei können nur noch ewig weltfremde wie der das Heldenstadtblog eine bessere Zukunft (ab Mittwoch) vorraussagen.

Hier eine (deprimierende) Auswahl in Bildern.

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Symbolfoto (2)

Wir sind große Fans von Volkmar Heinz. Der „Ressortleiter Fotoredaktion“ der LVZ setzt immer wieder neue Maßstäbe im Bereich der Pressefotografie. Jedes Thema, sei es noch so banal, komplex oder sinnfrei, vermag Heinz in seinen Bildern routiniert auf den Punkt zu bringen. Eine aktuelle Meldung zum Thema Gleichstellung bebildert er heute so:

Dagegen stinken Agenturbilder, für die man tatsächlich noch irgendwo eine echte Lohntüte hervorgekramt hat, natürlich ab.

Denn die persönliche Note, der Mut auch mal wieder zu Schere, Leim und Filzstift zu greifen – all das macht das Heinz’sche Œuvre ja gerade so unverwechselbar. Doch auch die Möglichkeiten der digitalen Retusche verleihen seiner Kreativität immer wieder Flügel:

Grenzüberschreitungen kennt er nicht – Volkmar Heinz stand schon immer jenseits aller roten Linien:

Schwächen zeigte er lediglich bei der Bebilderung von Schlagzeilen wie „Erfurter schlägt Kumpanem Machete auf den Kopf“, „Verkäuferin entdeckt Schnapsdieb – Mann besprüht sie mit Reizgas“ oder „Wildwest in Volkmarsdorf“.

Wir wünschen ihm daher an dieser Stelle einfach mal alles Gute und freuen uns schon auf die Symbolfotos zu Themen wie „bar ohne Quittung“, „Frauenquote“ oder „Bevölkerungsexplosion“.

(LVZ 1, 2, 3)