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Hauptbahnhof bleibt sicher

Am Leipziger Hauptbahnhof soll eine Installation zum Gedenken an die tausenden Opfer errichtet werden, die zwischen 1933 und 1945 von hier aus in die Lager der Nationalsozialisten deportiert wurden. Wie schon bei der Wanderaussstellung „Zug der Erinnerung“ soll damit auch an die direkte Mittäterschaft der Reichsbahn erinnert werden, deren personelle wie logistische Infrastruktur den industriellen Massenmord erst ermöglicht haben. Nach wievor lassen es Bahn AG und Bahnhofsverwaltung jedoch offenbar an jeglicher Moral mangeln und verweigern einem Denkmal von knapp 1,50m Höhe und Breite die Genehmigung.

Da die Deutsche Bahn AG sich außerstande sah, die Kosten des Projektes in Höhe von ca. 5000 € finanziell zu unterstützen, entschlossen sich die Initiatoren, die Installation auf Spendenbasis zu realisieren. Der für den Spendenaufruf erforderliche Gestattungsvertrag mit der DB AG wurde bisher nicht geschlossen.

Nun wurde auf Anfrage mitgeteilt, dass das Projekt aus Sicherheits- und Denkmalsschutzgründen auf dem Gelände des Hauptbahnhofes nicht realisierbar sei.

Soso, es könnte ja schon jemand drüber stolpern und sich ernsthaft verletzen, am stillgelegten Bahnsteig 24. Also keine Angst, liebe „Shopper“, liebe Ladenbesitzer und natürlich auch liebe Bahnkunden: Ihr Aufenthalt in der „attraktiven Veranstaltungs- und Erlebniswelt im Herzen der Stadt Leipzig“ (vulgo Bahnhof) soll Ihnen auch fernerhin so sicher und vergnüglich wie bisher ermöglicht werden.

[Link]

Ruff in the jungle bizness

Endlich! Sinnvolle Nutzung für die Sperrzone „Paunsdorf“ gefunden.

Die Stadt Leipzig hat das Gebiet nun zum „Biotopkomplex“ ausgerufen, womit man die einzigartige Lebensweise der dort ansässigen primitiven Kulturen, die noch im Einklang mit ihrer Umwelt leben, erhalten und gleichzeitig für die gaffendeinteressierte Öffentlichkeit zugänglich machen will:

Ein Wegesystem, zwei fünfeinhalb Meter hohe Aussichtshügel und Aufenthaltsbereiche mit einer Brücke über den See runden das grüne Terrain ab.

Man verwehre sich aber dagegen, hier von „Zoo“ zu reden, denn:

Die Stadt hat sich mit dem Grünen Bogen zum Ziel gesetzt, die Wohn- und Standortqualität für die rund 17.000 Einwohner von Paunsdorf deutlich zu erhöhen.

Nachdem bereits diverse Ansiedlungsversuche vor allem von Nutz- und Wildtieren gelungen waren (wir berichteten), habe man sich entschlossen, Paunsdorf endlich dicht zu machen und der Natur zurück zu geben. Offensichtlich orientierte man sich an anderen erfolgreichen Renaturierungsprojekten.

Und tatsächlich, diese Bilder beweisen den Erfolg der Aktion:

Guttenfacts

Wenn das der Führer wüsste…

KT hat damit nochmal richtig auf Rebell gemacht. Der Schlingel. So wie sich halt Leute auch richtig geil vorkommen, wenn sie auf jeder Party Song2 von Blur mitbrüllen. Whoohoo! Und an welche Zeile der Lyrics dachte er wohl? „They burned down the gambling house, it died with an awful sound“?

Was hätte sich der Mann nicht noch alles wünschen können?
Stairway to Heaven?
You ain‘t seen nothing yet?
Too old to Rocknroll too young to die?
War pigs? (ah ne, eher Paranoid, wer kennt schon irgendeinen anderen Black Sabbath-Song?)

Da ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Ich eröffne die Diskussion für passende Guttenstreichsongs.

p.s. Aber man muss schon sagen, wie sich das Sturmblasbattalion „Hermann Göring“ durch diesen Westschund geschlagen hat, Helm ab!

p.p.s. Nachtrag

Guttenberg Facts

Es sieht ganz so aus, als würde sich hier ein neues Witzgenre entwickeln. Zumindest erinnerte mich das, was da am Wochenende auf manchem Pro-KT-Banner zu lesen war, doch sehr an die guten alten Chuck-Norris-Facts:

„Ein GUTTENBERG tritt nicht zurück… er nimmt nur Anlauf!“

(via SZ)