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Finanzkrise II

Leipzig droht der Kollaps, Bürger stellen auf Naturalwirtschaft um! Nach dem verzweifelten Aufruf der Stadtoberen zur planmäßigen Selbsthilfe von gestern, reagieren die Leipziger mit rigidem Pragmatismus!

Kleine Fische

Ort: Brettschneider-Park, Kleiststraße, Eutritzsch
Zeit: 30.05.2012, gegen 19:30 Uhr

Ein 52-jähriger Leipziger wurde mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige, die an die Sächsische Fischereibehörde erging, belegt. Der Mann, der nach Prüfung alle notwendigen Dokumente bei sich hatte, war gestern Abend von Polizeibeamten des Reviers Nord beim Angeln am Teich des Brettschneider-Parks angetroffen worden. In seinem orangefarbenen 10-Liter-Plastikeimer hatte er bereits fünf Fische gehältert. Darin befanden sich vier Karpfen – drei Schuppen- und ein Spiegelkarpfen mit je 17 cm Länge sowie eine Goldorfe. Die fünf Fische erfüllten nicht das erforderliche Mindestmaß von 40 cm. Aus diesem Grund wurde sein Fang wieder ins Gewässer „entlassen“ und gegen ihn Anzeige erstattet. (Hö)

Anm. d. Red.: Diese Meldung wäre sonst „untergegangen“ (höhöhö) in unserer hektischen Medienwelt (hust) und das wäre doch schade gewesen!

Finanzkrise erreicht Leipzig (endlich!)

Schon lange war der desolate Zustand Leipzigs bekannt, jetzt ist es offiziell: Wir sind so pleite, wir können noch nicht mal billige Babyschuhe aus Taiwan importieren!

Doch die Stadtväter Leipzigs wissen, was in einer solchen Situation zu tun ist: Nachdem schon der letzte Aufruf zum freiwilligen Arbeitseinsatz ein riesiger Erfolg war, müssen nun auch die Altgedienten nochmal ran und ihren Beitrag zum Sozialismus Gemeinwohl leisten!

Leipziger Omis sollen Baby-Schuhe stricken
Leipzig. Selbst gestrickte Schuhe für Babys kommen offenbar nie aus der Mode. Das Familieninfobüro der Stadt Leipzig hat jetzt Seniorinnen aufgerufen, zu Wolle und Stricknadel zu greifen und Schühchen zu stricken. Die Handarbeiten sollen zu den Babyboxen gepackt werden, mit denen neugeborene Leipziger beschenkt werden.

Eine Rentnerin habe am Mittwoch bereits 50 Paar selbst gestrickte Baby-Schuhe abgegeben, teilte das Familieninfobüro mit.

Ja liebe LVZ dpa, so wie ich das sehe, werden selbst Norwegerpullis und Flip-Flops leider nie aus der Mode kommen, da kann man einfach nix machen, ungerechte Welt das.

Ungeklärt bleibt allerdings, was unsere Rentner jetzt so für die Stadt tun könnten, da offenbar nur Rentnerinnen nützliche Beiträge liefern können (und berufstätige Frauen offenbar selbst zum Stricken zu blöd sind, die könn‘n ooch nüscht mer heudzutage!). Vielleicht kann man noch mit anpacken beim Bau des City-Tunnels? Oder Brennpunkte des Drogenhandels längerfristig stationär überwachen (Fensterbrett), um so Kosten für Überwachungskameras einzusparen?
Aber zum Glück ist ja bald EM, da hält Opa wenigstens das Maul, wenn Oma für ihren dritten Verdienstorden strickt.

Morgen will übrigens die Stadtverwaltung alle jüngeren Leipziger dazu aufrufen, doch bitte für neue Abnehmer all der selbstgestrickten Babyschuhe zu sorgen. Na, denn ma ran, das Mutterkreuz wartet schon!

Was einem so einfällt beim…

Aus der beliebten Reihe inscriptiones cloacae, heute ein ganz besonders schönes Kleinod:

(Zum Vergrößern anklicken)

Albertina, vulgo UB

Hoffentlich hat sich unser Poet hinterher die Hände gewaschen…

Textaufgabe

So jetz ma alle Hefte weg; Leistungskontrolle!

Analysis:

Abb. 1


„Ich bin strikt gegen ein Verbot“, sagt Sybille Keil-Locker (r. mit Manja Utesch), Betriebsleiterin vom Bellinis. „Wir schaffen mehr als 90 Arbeitsplätze. Ohne die Heizpilze hätten wir 70 Prozent Umsatzeinbußen und müssten die Hälfte entlassen.“
(Foto: Regina Katzer)

1. a) Ermitteln Sie aus den angegebenen Variablen den Anteil der Lohnkosten am Gesamtbudget! Sollte Ihnen hier etwas unlogisch erscheinen, dann werfen Sie ruhig noch ein paar Zahlen in den Raum! Hinweis: „Mehr als 90 Arbeitsplätze“ entspricht 91 Arbeitsplätzen (Mai bis September).

1. b) Ermitteln Sie die anfallenden monatlichen Kosten für einen Heizpilz und einen Minijobber bei einer angenommenen durchschnittlichen Betriebszeit von jeweils 12 Stunden am Tag! Vergleichen Sie das Kosten-Wärmeausstrahlung-Verhältnis von Heizpilzen und Minojobbern und zeichnen sie ein Effizienz-Diagramm!

2.) Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit folgender Aussage!

„Wir haben unsere vier Heizpilze fast den ganzen Sommer über auf kleiner Stufe angehabt, weil die Sonne nicht da war“, verrät Jürgen Stötzer Betriebsleiter vom La Provance. „Ohne die Strahler würden uns 25 bis 30 Prozent vom Umsatz wegbrechen.“

ZUSATZAUFGABE: Entwickeln Sie mit Hilfe von Abb. 1 eine Formel zur näherungsweisen Ermittlung der fazialen Oberflächenspannung in Abhängigkeit von Alter und mittlerer Entfernung zur offenen Flamme!

Sie haben 45 Minuten Zeit.

(LVZ)