Archiv der Kategorie 'sex&crime'

Finanzkrise II

Leipzig droht der Kollaps, Bürger stellen auf Naturalwirtschaft um! Nach dem verzweifelten Aufruf der Stadtoberen zur planmäßigen Selbsthilfe von gestern, reagieren die Leipziger mit rigidem Pragmatismus!

Kleine Fische

Ort: Brettschneider-Park, Kleiststraße, Eutritzsch
Zeit: 30.05.2012, gegen 19:30 Uhr

Ein 52-jähriger Leipziger wurde mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige, die an die Sächsische Fischereibehörde erging, belegt. Der Mann, der nach Prüfung alle notwendigen Dokumente bei sich hatte, war gestern Abend von Polizeibeamten des Reviers Nord beim Angeln am Teich des Brettschneider-Parks angetroffen worden. In seinem orangefarbenen 10-Liter-Plastikeimer hatte er bereits fünf Fische gehältert. Darin befanden sich vier Karpfen – drei Schuppen- und ein Spiegelkarpfen mit je 17 cm Länge sowie eine Goldorfe. Die fünf Fische erfüllten nicht das erforderliche Mindestmaß von 40 cm. Aus diesem Grund wurde sein Fang wieder ins Gewässer „entlassen“ und gegen ihn Anzeige erstattet. (Hö)

Anm. d. Red.: Diese Meldung wäre sonst „untergegangen“ (höhöhö) in unserer hektischen Medienwelt (hust) und das wäre doch schade gewesen!

Wenn alles nur so einfach wäre

Gestern stellte die Polizeidirektion Leipzig ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2011 vor. Wenig überraschend, dass die BachHeldenMesseRedBullVölkerschlacht-Stadt in den Medien der LVZ natürlich als übelstes Sodom&Gomorrha® gewürdigt wurde. Allzuviel erhellendes hatten die Wachtmeister auf ihrer PK allerdings nicht zu erzählen. Diebstahl und Drogen, das war das einzige, was irgendwie wichtig erschien, achja, Ausländer und Auffe Fresse gabs auch noch – naja, Hauptsache Leipzig ist die Kriminalitätshochburg im Freistaat schlechthin.

Wer sich die Mühe macht, den – ein wenig versteckten – Jahresüberblick zur PK Sachsen 2011 zu finden (hier), der kann sich mal wieder über die leicht selektive (und gesteuerte) Wahrnehmung von Journalisten amüsieren, wenn es um Statistiken geht. (Betroffene berichten)

Hier eine kleine Zusammenschau:
(mehr…)

Halt sagt da der rote Ampelmann…

Lieber MW, ich weiß, Sie lesen unseren kleinen, bescheidenen Blog mit. Geben Sie es ruhig zu, ich lese ja schließlich auch bei Ihnen mit. Und ganz ehrlich: so detailverliebt und kreativ war schon lange kein Polizeisprecher mehr. Was habe ich mit Ihnen schon gekotzt gelacht, hahaha, meine Schenkel sind schon ganz wund. Was Sie da fast tagtäglich für einen Scheiß verzapfen von sich geben ist schon bücherpreisverdächtig. Toll!

Dabei hatte alles so harmlos (und seriös) angefangen, damals:

Sonstiges
Seit 01.10.2011 übernimmt Herr Mario Weigelt die Position von Herrn Christian Otto als Pressesprecher für die Dauer von einem Jahr.

Doch Sie lassen sich offensichtlich nicht durch das Bürokratendeutsch hiesiger Amtsstuben in Fesseln legen, NEIN! Sie streben nach Höherem, einem zweiten Goethe gleich! Dieser Blogeintrag sei daher ganz allein Ihnen und Ihren neuesten Ergüssen gewidmet, also allem was nach diesen beiden Kleinodien aus Ihrer Feder geflossen ist.

Halt mein Junge, halte an!…
Ort: 04103 Leipzig, Grimmaischer Steinweg/ Augustusplatz
Zeit: 24.10.2011, gegen 17:00 Uhr

Gestern Nachmittag gegen 17:00 Uhr befuhr 23-jähriger Autofahrer stadteinwärts auf der Dresdner Straße. An der Kreuzung Augustusplatz bog er bei „Grün“ links ab, Richtung Ring-Café/ Moritzbastei. Kurz nach der Kreuzung „schoss“ ein fast 26-jähriger Radfahrer bei seiner „roten“ Ampel auf die Straße. Er kam aus Richtung Augustusplatz mit Fahrtrichtung Radisson SAS-Hotel. Auf der ganz linken Fahrspur kam es zum Zusammenstoß beider Verkehrsteilnehmer. Der Radfahrer unterlag.

[Ja, so kann man das auch ausdrücken.]

Die zur Hilfe gerufenen Polizeikräfte stellten Alkoholgeruch beim Radfahrer fest und unterzogen ihn einem Alkoholtest. Gute 1,0 Promille hatte er „im Turm“. In diesem Fall hatte er sich doch etwas zu viel Mut angetrunken, denn diese „Rotfahrt“ endete in einem Unfall. […] Hier ein Hinweis aus redaktioneller Sicht. Nach Kindern und Rentnern gehören Radfahrer zu den schwächsten Gliedern der Verkehrsteilnehmer.

[Was ist eigentlich mit Fußgängern?]

(mehr…)

Polizeiprosa für Zwischendurch (Teil 4)

Der Media Consultant der Leipziger Polizei K. Schwitters berichtet aktuell über einen besonders dreisten Fall von Verkehrsrowdytum. Ich habe die Redundanzen mal entfernt:

…di di di dah dah di di did … Blitzer funkt weiter

Ort: 04159 Leipzig, Travniker Straße
Zeit: 18.10.2011, 22:24 Uhr

[…] die Blitzanlage lag „halb tot“ im Grasboden, abgelegt, schräg, das suchende Radarauge traurig gen Himmel gerichtet. […] Es wurde festgestellt, dass das Hauptdatenkabel des Blitzers, die Aorta sozusagen, unverletzt blieb. Das heißt, der Blitzer hat diesen Angriff überlebt und funkt weiter!!! Die Verankerungsteile wurden geborgen und zur Wiederbelebung des Blitzers dem Stadtordnungsdienst übergeben. […] Sowohl das Motiv der Tat, als auch die Täter sind unbekannt. Sollten es jedoch Verkehrssünder gewesen sein, die ihren Geschwindigkeitsverstoß vertuschen wollten, dann haben sie die Rechnung ohne die Widerstandskraft von „Blitzer 1“ gemacht. Die Fotos werden ausgewertet und den jeweiligen Rasern mit dem entsprechenden Verwarn-/ Bußgeld zugeschickt. …di dah did did

Was der Bericht unerwähnt lässt: Der Blitzer trug keine Betäubungsmittel bei sich!